Viola von Cramon

European Parliament approves the EU budget spending for 2018

Deutsche Fassung siehe unten

EN:

This week, the European Parliament has voted on the so-called ‚Discharge‘ procedure, signing-off on the spending for 52 European institutions and agencies for 2018. The discharge is a key opportunity for the Parliament to scrutinise the spending and functioning of European institutions and agencies.

Viola von Cramon-Taubadel MEP, Greens/EFA Member of the Budgetary Control committee following the Commission’s discharge procedure, comments:

The Commission must revisit the Common Agricultural Policy and ensure that EU funds are equally accessible for all market actors and that the CAP is in line with the Green Deal, as well as with the  original aims of the policy. If Members States cannot guarantee the controlling function by accredited agencies, then the EU should employ a stricter oversight system for protecting the EU’s financial interests.

European taxpayers‘ money cannot be used to fund oligarchs‘ business empires. The Commission must publish the findings of the audits into Czech PM Andrej Babiš‘ business interests without delay, the public have a right to know the results. The Parliament is calling on the Commission to play close attention to the payments made to companies owned by the Czech Prime Minister and his family. Where the Czech government is already not complying with EU rules, the Commission must take legal steps to ensure that European taxpayers money does not go to these companies where conflicts of interest exist.

Daniel Freund MEP, Greens/EFA Member of the Budgetary Control committee following the Parliament’s discharge procedure, comments:

The discharge vote is a chance for the Parliament to get its own house in order and we have successfully used this opportunity to push through amendments improving the transparency of MEPs expenses and their lobby meetings.

The Parliament has now voted for stricter rules on the General Expenditure Allowance, calling for MEPs to better document how they spend their allowance and return unused funds, in order to avoid the potential abuse of up to €40 million a year.  

The vote for better readability of the data around Members‘ meetings is a big success for lobbying transparency. This is essential to clearly set out the links between lobbyists and MEPs and the laws they try to influence.

DE:

die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben die Berichte im Entlastungsverfahren zu den Ausgaben von 52 europäischen Institutionen und Agenturen für das Jahr 2018 angenommen. Im Entlastungsverfahren nimmt das Europäische Parlament seine Rolle als Kontrollinstanz über Ausgaben und Mittelverwendung der europäischen Institutionen und Agenturen wahr.

Viola von Cramon-Taubadel, Mitglied der Grünen/EFA im Haushaltskontrollausschuss des Europäischen Parlaments, kommentiert:

Die Europäische Kommission muss sicherstellen, dass EU-Gelder bei denen ankommen, die es brauchen. Die Gemeinsame Agrarpolitik darf nicht weiter Millionen in die Taschen der Oligarchen leiten und Großgrundbesitzer gegenüber kleinen Bauern begünstigen. Wenn EU-Regierungen die Ausgaben nicht kontrollieren können, muss die Europäische Kommission eine strengere Aufsicht ausüben.   

 Geschäftsimperien von Oligarchen dürfen nicht mit dem Geld der Steuerzahler finanziert werden. Die EU-Kommission muss die Ergebnisse ihrer Prüfungen der Geschäftsinteressen des tschechischen Ministerpräsidenten unverzüglich veröffentlichen und Transparenz für die Öffentlichkeit schaffen. Das EU-Parlament fordert die EU-Kommission auf, die Zahlungen an Unternehmen im Besitz von Andrej Babiš und seiner Familie aufmerksam zu prüfen. Wo Interessenkonflikte bestehen, muss die EU-Kommission rechtliche Schritte einleiten.

Daniel Freund, Mitglied der Grünen/EFA im Haushaltskontrollausschuss des Parlaments, kommentiert:

Die Grünen/EFA konnten erfolgreich mehr Transparenz bei Ausgaben der Abgeordneten und Treffen mit Lobbyisten durchsetzen. Abgeordnete müssen besser dokumentieren, wofür sie das Geld aus der allgemeinen Kostenerstattung ausgeben. Nicht ausgegebenes Geld muss zurückgezahlt werden, um potenziellen Missbrauch von bis zu 40 Millionen Euro pro Jahr zu vermeiden.  

Besserer Zugang zu Daten rund um Lobbytreffen der Abgeordneten ist ein großer Erfolg und schafft mehr Transparenz bei der Einflussnahme von Lobbyisten auf Abgeordnete und Gesetzgebung.

Broken Promises in Georgia?!

Viola von Cramon, member of the European Parliament and a leading member of DEG (Democracy Support and Election Coordination Group), commented on recent unfavorable developments in Georgia:

While it is commendable how well the Georgian government is handling the corona crisis, It is equally regrettable to see Georgian Dream instrumentalizing the pandemic to question the premises agreed in March. One more unkept promise will irrevocably render Georgian Dream as an unreliable and irresponsible partner.

It is crucial that alleged violations of law are investigated and assessed by an independent justice system. Unfortunately, as the recent report of Freedom House also revealed, the justice system in Georgia is far from being free of political motivations.

It is unacceptable and simply in bad taste how Georgian Dream is trying to drag the facilitator diplomats into a bipartisan political confrontation. The diplomats, having the best interest of Georgia, did a tremendous service by mediating between the parties and brokering the March 8 agreement.

Lastly, both political sides, especially one with most power, should be reminded that reforming the electoral system and upholding the Rule of Law is a crucial stepping stone for more democratic, more European Georgia. Compromises in these two areas cannot and will not be ignored by the European Union.

არაოფიციალური თარგმანი:

ვიოლა ფონ კრამონმა, ევრიპარლამენტის წევრმა და „DEG“-ის (დემოკრატიის მხარდაჭერისა და არჩევნების კოორდინაციის ჯგუფი) წამყვანმა წევრმა, კომენტარი გააკეთა ბოლო დროს საქართველოში განვითარებულ არასახარბიელო მოვლენებზე:

რამდენადაც საქებარია საქართველოს მთავრობის პასუხი კორონა კრიზისზე, იმდენადვე სამწუხაროა ქართული ოცნების მცდელობა გამოიყენოს პანდემია იარაღად და კითხვის ნიშნის ქვეშ დააყენოს მარტში მიღწეული შეთანხმება. კიდევ ერთი გატეხილი დაპირება საბოლოოდ აქცევს ქართულ ოცნებას არასაიმედო და უპასუხისმგებლო პარტნიორად.

უაღრესად მნიშვნელოვანია, რომ სავარაუდო კანონდარღვევები გამოძიებული და შესწავლილი იქნას დამოუკიდებელი სასამართლო სისტემის მიერ. სამწუხაროდ, Freedom House-ის უახლესმა ანგარიშმაც დაადასტურა, რომ სასამართლო სისტემა საქართველოში არ არის პოლიტიკური მოტივაციებისგან თავისუფალი.

დაუშვებელია და უბრალოდ ცუდი ტონია ქართული ოცნების მიერ ფასილიტატორი დიპლომატების შიდა პოლიტიკურ კონფრონტაციაში ჩათრევის მცდელობა. დიპლომატებმა, საქართველოს ინტერესებიდან გამომდინარე, გასწიეს უდიდესი სამსახური იშუამდგომლეს რა მხარეებს შორის 8 მარტის შეთანხმების მისაღწევად.

ბოლოს, ორივე პოლიტიკურ მხარეს, განსაკუთრებით მეტი ძალაუფლების მქონეს უნდა ახსოვდეს, რომ საარჩევნო რეფორმა და კანონის უზენაესობა უმნიშვნელოვანესი საფეხურია უფრო დემოკრატიული, უფრო ევროპული საქართველოსთვის. ევროკავშირს არ შეუძლია და თვალს ვერ დახუჭავს ამ ორ სფეროში უკან დახეულ ნაბიჯებზე.

Mehr Einsatz für die internationale Impfstoffforschung

Zur Internationalen Geberkonferenz zur Erforschung eines Impfstoffes gegen das neuartige Coronavirus am 4. Mai erklären Kai Gehring, Sprecher für Forschung, Wissenschaft und Hochschule der Grünen Bundestagsfraktion, und Viola von Cramon-Taubadel, für die Fraktion Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie:

Die Herausforderung der Corona-Pandemie können wir als Weltgemeinschaft nur mit gemeinschaftlichem, entschlossenem Handeln bewältigen. Die Zielmarke von 7,5 Milliarden Euro für die Forschung gegen Covid-19 ist ambitioniert, aber angesichts der ernsten Lage absolut angemessen. Die Europäische Union, nationale Regierungen, wohltätige Stiftungen und Wirtschaftsunternehmen müssen jetzt die notwendigen Fördermittel mobilisieren, damit kein vielversprechendes Forschungsvorhaben am Geld scheitert. Wenn die Erforschung von Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika jetzt ins Stocken geriete, dann würde sich auch die Pandemie immer länger hinziehen.

Es ist dringend notwendig, dass die EU bei diesem internationalen Aufruf zum Handeln eine führende Rolle einnimmt und so ein wichtiger Akteur im globalen Kampf gegen die Pandemie wird. Auch innerhalb Europas ist eine zentralere Rolle der EU notwendig; gilt es doch jetzt auf europäischer Ebene die entsprechenden Strukturen zu schaffen, mit deren Hilfe man die Anstrengungen auf Mitgliedstaaten- und EU-Ebene jetzt und in Zukunft besser koordinieren kann. Dazu gehören nicht nur das Schließen und langfristige Vermeiden von Finanzierungs- und Förderlücken bei der Forschung zu Impfstoffen, Test- und Behandlungsmethoden. Auch ein gestärkter, europäischer Forschungsraum, in dem alle Akteure noch enger als bislang zusammenarbeiten, wird uns hier noch zukunftsfähiger machen. Dazu gehört beispielsweise auch das zentrale Zusammenführen von Daten und Forschungsplattformen, gerade jetzt in der Krise.

Die Bundesregierung muss in der Gesundheitsforschung noch viel stärker als Vorbild vorangehen – finanziell und strategisch. Als forschungsstarkes Land in der Mitte Europas kann Deutschland noch deutlich mehr für die internationale Gesundheitsforschung tun, nicht zuletzt, weil davon auch Forschung und Versorgung hierzulande profitieren. Es muss aber auch sichergestellt werden, dass die gesammelten Fördergelder verantwortungsvoll vergeben werden. Zukünftige Impfstoffe und Medikamente müssen für alle Menschen verfügbar sein – schnell, bezahlbar und gerecht. Dafür müssen bereits jetzt die Weichen richtig gestellt werden, um horrende Preise oder nationale Exklusivrechte beim Zugriff auszuschließen. Gerade in der Krise brauchen wir internationale Solidarität. Dabei ist auch eine gut ausgestattete und transparent arbeitende öffentliche Forschung notwendiger denn je.

Kein Land wird die Coronakrise allein bewältigen können. Darum müssen wir die internationale Forschungszusammenarbeit noch weiter stärken, gerade wenn Populisten und Nationalisten internationale Organisationen verächtlich machen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO wollen wir darum weiter stärken und Organisationen wie die Forschungsinitiative CEPI und die Impfallianz GAVI in ihrer wichtigen Arbeit besser unterstützen. Nur sie können effektiv sicherstellen, dass Impfstoffe und Medikamente gegen Covid-19 als globales, öffentliches Gut allen zur Verfügung stehen.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher

Den Erhalt von Pressemitteilungen, Terminhinweisen o.ä. können Sie jederzeit für die Zukunft per Mail an presse@gruene-bundestag.de widerrufen.

Pressestelle
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Deutschen Bundestag
Dorotheenstraße 101, 10117 Berlin
T: +49 (30) 227 57211
presse@gruene-bundestag.de

Webinar: „Support your Local – Was bleibt nach Corona übrig?“

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Bedingt durch das Covid-19-Virus mussten viele Einzelhändler in der Krise ihre Geschäfte schließen. Mittlerweile sind viele wieder unter Auflagen geöffnet. Doch es sind kreative Ideen entstanden, wie man die Krise meistern kann, verstärkt kam der Wunsch nach einem regionalen Angebot auf – und der Hashtag #SupportYourLocal machte in den sozialen Medien schnell die Runde.

Wir wollen in dem Webinar „Support your Local – Was bleibt nach Corona übrig?“ diskutieren, wie es mit dem Handel vor Ort nach der Krise weitergeht. Welche Ideen tragen auch über die Krise hinaus? Wie steht es um #SupportYourLocal nach der Krise? Kann die Krise von heute auch eine Chance sein, Wege in eine nachhaltigere Wirtschaft zu zeigen? Wie kann es uns gelingen, „Regionalität“ zu leben und zu fördern, ohne dabei den europäischen Grundgedanken der Solidarität zu vergessen? Welchen Beitrag können nachhaltige Logistikkonzepte für einen ressourcenschonenden Onlinehandel bieten?

Zu dieser Diskussion haben zugesagt

  • Lunja Ernst (Vorsitzende Landesverband Niedersachsen Regionalbewegung e. V.)
  • Heike Hoppe (Pressereferentin FairBio e.V., Halle)
  • Dr. habil. Weert Canzler (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)

Das Webinar findet statt am Montag, 11.05.2020 von 18:00 Uhr bis 19:30 Uhr. Zur Teilnahme ist es wichtig, sich bitte vorher unter https://gruenlink.de/1qpc zu registrieren.

Bei inhaltlichen oder technischen Fragen steht Stephan Christ gerne zur Verfügung (stephan.christ@la.europarl.europa.eu).

Webinar „Lost in Calculation?“

2020-04-29_Lost_In_Calculation

Wir, Viola von Cramon (MdEP) und Jutta Paulus (MdEP), laden euch zu einem weiteren Webinar ein. Unter dem Titel „Lost in Calculation? Wie kommen wir bei Corona zu verlässlichen Zahlen?“ diskutieren wir am 29. April ab 17:30 Uhr mit zwei interessanten Referenten:
 
  • Prof. Dr. Sebastian Vollmer ist Professor für Entwicklungsökonomie und Leiter des Centre for Moderns Indian Studies (CeMIS) an der Universität Göttingen
  • Prof. Dr. Markus Scholz ist Leiter der Arbeitsgruppe Genetische Statistik und Systembiologie am Institut für medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE), LIFE Forschungszentrum für Zivilisationserkrankungen an der Universität Leipzig
 
Wo stehen wir aktuell, wenn es um die Berechnung von Infizierten-Zahlen geht? Wie sieht die Arbeit von Wissenschaftler*innen rund um das Covid-19-Virus aus? Wie können wir die verschiedenen Zahlen und Statistiken interpretieren? Warum weichen die Zahlen in den Ländern so stark voneinander ab? Welche Schlüsse sollten wir daraus ziehen? Warum unterscheiden sich die Zahlen aus verschiedenen Quellen? Und warum ist es durchaus gute wissenschaftliche Praxis, wenn Forschungsergebnisse von unterschiedlichen Teams voneinander abweichen?

Diese und viele von euch direkt im Webinar eingebrachte Fragen sollen an diesem Abend beantwortet werden.
Die Anmeldung für das Webinar findet ihr hier.
Mehr interessante Webinare der grünen Europagruppe findet ihr auch hier.

Webinar: The Corona Crisis and Disinformation in CEE

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✔️ REGISTRATION: https://gruenlink.de/1qid

Join our webinar: 𝗦𝗹𝗮𝗺𝗺𝗶𝗻𝗴 𝘁𝗵𝗲 𝗘𝗨: 𝗧𝗵𝗲 𝗖𝗼𝗿𝗼𝗻𝗮 𝗖𝗿𝗶𝘀𝗶𝘀 𝗮𝗻𝗱 𝗗𝗶𝘀𝗶𝗻𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗶𝗻 𝗖𝗲𝗻𝘁𝗿𝗮𝗹 𝗘𝘂𝗿𝗼𝗽𝗲

Disinformation is not a new phenomenon but in the times of a global pandemic some forces use it even more to achieve more power.

Member of the European Parliament Viola von Cramon (Greens/EFA, Germany) and her guests will discuss the current political developments in Poland, Czechia and Hungary:

⮞ What are Orbán’s, Kaczyński’s and Babiš’s political objectives and how do they use the crisis to expand their power?
⮞ Which policies are being pursued under the guise of the coronvirus crisis management?
⮞ Are the harsh critics directed at the EU crisis management led by ideological motives?
⮞ How do the political leaders in Central and Eastern Europe try to picture themselves as crisis managers and is this picture close to reality?

Make yourself comfortable, get your phone or computer and join our live Webinar next Tuesday evening by contributing questions or simply watching.

📅 Viola von Cramon’s guests on Wednesday 22.04. at 18:30-20:30 (CET):

⮞ Agata Szczęśniak, Editor, OKO.press (Poland)

⮞ Mikuláš Peksa, MEP, Czech Pirate Party- Greens/EFA Group (Czechia)

⮞ Péter Krekó, director, Political Capital Institute (Hungary)

Appell von 140 grünen Abgeordneten an die Bundesregierung

Zusammen mit 139 anderen Grünen Abgeordneten aus dem Europäischen Parlament, dem Bundestag und den Landtagen appelliere auch ich an die Bundesregierung:

Corona fordert uns auf, Europas Versprechen auf Solidarität einzulösen!

In der Europäischen Union haben sich Staaten zusammengeschlossen, um miteinander die großen Herausforderungen der Menschheit besser gestalten zu können.

Die Corona-Krise trifft uns in einem uns bisher unbekannten Ausmaß und wir erleben, dass sich globale Zusammenhänge massiv verändern. Nicht nur die Rollenverteilung von Staaten, beispielsweise der USA und China, verschieben sich, sondern auch Lieferketten und die Globalisierung werden neu betrachtet. Wir steuern in eine weltweite Rezession, die ohne eine starke, gemeinsame politische Reaktion zu Massenarbeitslosigkeit und steigender sozialer Spaltung führen kann. Wir befinden uns aber auch in eine Zeit, in der es entscheidend sein wird, unsere Gesellschaft gegen derartige Krisen, wie auch den Klimawandel, zu wappnen.

Die Europäische Union ist der Rahmen, in dem wir diese Aufgaben am besten bewältigen können. Dafür ist es notwendig, dass wir nicht rein national agieren, sondern gemeinsam.

Jeder Mitgliedsstaat sollte die Gewissheit haben, dass Europa auch in Krisenzeiten zusammenhält und füreinander einsteht. Die Aufnahme von italienischen und französischen Erkrankten in deutschen Krankenhäusern zeigt, dass Europa solidarisch am Besten funktioniert. Freie Kapazitäten müssen aber noch stärker europäisch genutzt werden.

Auch wirtschafts- und finanzpolitisch ist das entscheidend: Die Mitgliedsstaaten dürfen in dieser Krise nicht den Druck der Finanzmärkte fürchten; vielmehr gilt es die Handlungsfähigkeit von Europa in Gänze zu sichern.

Deutschland profitiert massiv von Europa und konnte auch dank niedriger Zinsen und Exportüberschüssen in den letzten Jahren seinen Haushalt sanieren. Wir sind in der glücklichen Situation, in der Krise als wirtschaftlich starkes Land zu agieren und handlungsfähig zu sein – deshalb ist Solidarität mit anderen Staaten ein Gebot der Verantwortung. Denn die Ausgangssituation ist in anderen Ländern sehr viel schwieriger. Es ist aber in unserem Interesse, dass jetzt keinem Mitgliedsland die Puste ausgeht, um in Gesundheit, gesellschaftliche und wirtschaftliche Stabilisierung und dann Wiederankurbelung zu investieren. Wir dürfen nicht erlauben, dass sich die EU in zwei Arten von Ländern spaltet: Jene, die sich eine gute Antwort auf Corona leisten können, und jene, die das nicht können. Dies würde die Fundamente der EU ins Wanken bringen, aber auch den deutschen Wiederaufschwung verhindern – dieser funktioniert nicht mit einem halben Binnenmarkt.

Daher fordern wir die Bundesregierung auf, mit den europäischen Partner in einen konstruktiven Austausch über gemeinsame europäische Anleihen zu gehen! Es geht nicht um Altschulden, es geht darum, gemeinsam frisches Geld für neue Aufgaben aufzunehmen, den besonders Betroffenen gezielt zu helfen und es später gemeinsam zurückzuzahlen,  anteilig am jeweiligen BIP. Gemeinsame Anleihen sind nicht nur ein Schutzschild gegen Spekulanten an den Finanzmärkten, sondern gewähren eben allen die gerade notwendige finanzielle Puste, ohne eine weitere Euro-Krise zu riskieren. Der bisher von der Bundesregierung favorisierte Ansatz auf den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zu setzen, verschiebt die politisch notwendigen Entscheidungen weg von gewählten und demokratisch legitimierten Politiker*innen zu einer Finanzinstitution.

Nur gemeinsam können wir als Europäische Union die Krise überwinden.

Europa muss jetzt zusammenhalten und wir müssen grenzüberschreitend politisch denken und handeln!

Als gewählte Vertreter*innen von Bündnis 90/Die Grünen bekennen wir uns dazu, das Versprechen Europas auf allen parlamentarischen Ebenen zu erfüllen.

6. April 2020

Webinar: Where Does Europe End? EU, Enlargement & Western Balkans

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✔️ REGISTRATION: https://gruenlink.de/1q84

07.04 at 19:00 CET
👉 What is the future of the enlargement ❓
👉 What role can the EU play in the Western Balkans❓
👉 How can the political crisis of Kosovo be solved in the middle of the corona crisis ❓

Member of the European Parliament Viola von Cramon (Greens/EFA, Germany) and her guests will discuss these and many more questions on a free 📺WEBINAR!

Curl up on your comfy sofa, get your phone or computer and join our live Webinar next Tuesday evening by contributing questions or simply watching.

📅 Viola von Cramon’s guests on Tuesday 07.04. at 19:00-21:00 (CET):

► Dr. Annette M. Fath-Lihic (EUSR Chief Political Adviser/Executive Coordinator)

► Bodo Weber (Senior Associate Democratization Policy Council (DPC), Berlin

► Flutura Kusari (legal advisor, ECPMF, based in Kosovo)

Don’t forget to REGISTER here: https://gruenlink.de/1q84

 

Kosovo: MEPs welcome lifting the tariffs on goods from Serbia and Bosnia and Herzegovina

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  • Removal of tariffs is an important signal for political cooperation
  • Visa liberalisation for Kosovar citizens as soon as possible as a sign of EU solidarity

This is a crucial step, which will lead to the resumption of the dialogue between Belgrade and Pristina, MEPs hope.

Following the decision of Kosovo’s government to fully lift taxes imposed on goods imported from Serbia and Bosnia and Herzegovina as of 1 April, the European Parliament’s standing rapporteur for Kosovo, Viola von Cramon-Taubadel (Greens/EFA, DE)  and the Chair of the Delegation for relations with Bosnia and Herzegovina and Kosovo, Romeo Franz (Greens/EFA, DE) said:

Viola von Cramon-Taubadel:

We are very happy about the decision of the Kosovo caretaker government to lift the 100 percent tariffs. This is a very important signal for political cooperation in the region and a crucial step, which we hope, will lead to the resumption of the EU-facilitated dialogue for the normalisation of relations between Belgrade and Pristina.

Romeo Franz:

We count on the EU Member States to fulfil their promise for visa liberalisation for Kosovar citizens as soon as possible, despite the current political crisis. This can be an important sign of solidarity, especially for the young people of Kosovo and for the country’s commitment to its European future.

 

Background

In November 2018 Kosovo imposed a levy of 100 % on imports of goods from Serbia and Bosnia and Herzegovina. The European Parliament repeatedly called for the removal of the tariffs and the resumption of the Pristina-Belgrade dialogue.

Kosovo lifted the taxes on raw materials on 15 March and decided to lift all taxes on 1 April, but expects form Serbia reciprocity. It wil assess the implementation of its decision on 15 June. The principle of reciprocity will not apply to Bosnia and Herzegovina.

Serbia and Bosnia and Herzegovina are the two Western Balkan countries which have not recognised Kosovo as an independent state.

Kosovo declared its independence from Serbia in 2008. It has been recognised by 22 EU Member States, with the exception of Cyprus, Greece, Romania, Slovakia and Spain. Kosovo is the only country in the Western Balkans that has not been granted visa liberalisation. The European Parliament has repeatedly called on the European Council to abolish the visa regime for Kosovo passport holders.

 

LINKS:

  • Commission report on the implementation of the remaining benchmarks of the visa liberalisation roadmap by Kosovo (18. July 2018)

https://ec.europa.eu/home-affairs/sites/homeaffairs/files/what-we-do/policies/european-agenda-migration/20180718_com-2018-543-report_en.pdf

  • EP resolution on the 2018 Commission Report on Kosovo (29 November 2018)

https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/TA-8-2018-0479_EN.html

  • European Parliament first reading position on visa liberalisation for Kosovo (9 September 2016)

https://www.europarl.europa.eu/doceo/document/A-8-2016-0261_EN.html

COVID-19 und die Fluechtlingskrise

Die katastrophale Lage der Flüchtlinge während der Gesundheitskrise in Griechenland treibt uns alle um! Wie können wir🇪🇺 kurzfristig und mittelfristig die Lage verbessern und die Geflüchteten menschenwürdig unterbringen? Eine kurze Antwort im Video.

Eine ausführliche Antwort von David Kipp und seinen Kollegen lesen Sie hier👇:

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-03/migration-fluechtlinge-syrien-tuerkei-eu