Studie „Informalisierte Arbeit und das Ende der Werkvertragsarbeit“

Die Situation in der Fleischbranche ist in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie in einen
besonderen Fokus gerückt: Schlachthöfe waren und sind ein Hotspot, an dem sich das Virus
aufgrund der Arbeits- und Lebensbedingungen besonders schnell ausbreiten konnte.

Dies führte zu Bestrebungen der Bundesregierung die Leih- und Werkvertragsarbeit neu zu
regeln und zeitnah ganz zu verbieten. Dieser Gesetzgebungsprozess bedarf ebenfalls einer
besonderen Aufmerksamkeit, ist er doch zuletzt ins Stocken geraten. Befürchtungen, dass
Konzerne Schlupflöcher suchen werden, um die Regelungen zu umgehen, mehren sich.

Um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von „Crossboarder workers“ nachhaltig und substantiell
zu verbessern, müssen strukturelle Mechanismen der Ausbeutung benannt und arbeitsrechtlich
geahndet werden. Um Schutzmechanismen langfristig zu etablieren, bedarf es
einer engen Verzahnung von den europäischen Institutionen in Brüssel bis auf die Länderebene.

Die Studie „Informalisierte Arbeit und das Ende der Werkvertragsarbeit“ zeigt die Entwicklung der Fleischindustrie in Deutschland und insbesondere im Nordwesten auf. Sie kann hier heruntergeladen werden oder in gedruckter Form bestellt werden per Mail an stephan.christ@la.europarl.europa.eu.

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